In einer Wohnung zu leben, hindert niemanden daran, einen Hund zu haben. Was sich ändert, sind die Kriterien: In einem kleinen Raum, mit Nachbarn hinter der Wand und einem Kind, das um die Beine wuselt, zählt nicht die Größe des Hundes, sondern Energielevel, Neigung zur Lautäußerung und wie oft er tatsächlich rauskommt. Ein ausgemusterter Rennhund lebt auf sechzig Quadratmetern besser als so mancher kleine, quirlige Hund.
Die Kriterien, die wirklich zählen
- Energie wichtiger als Größe: Bevorzugt Hunde mit moderater Energie. Terrier und kleine Hütehunde sind in einer Wohnung oft schwieriger als viele ruhige mittelgroße Hunde.
- Neigung zu Bellen oder Heulen: In einem Mehrfamilienhaus entstehen daraus die echten Konflikte. Huskys zum Beispiel heulen laut und dringen direkt durch Wände.
- Wie oft ihr rauskönnt: Ohne Garten hängen jede Notdurft und jede Bewegungseinheit von euch ab. Das bedeutet drei bis vier Ausgänge täglich, ohne Ausnahme.
- Erwachsen statt Welpe: Bei kleinem Kind und begrenztem Platz ist ein erwachsener Tierheimhund mit bekanntem Wesen fast immer die klügere Wahl.
- Hausordnung prüfen: Größenbeschränkungen und Aufzugsregeln checken, bevor überhaupt irgendetwas entschieden wird.
Typen, die sich meist gut anpassen
- Cavalier King Charles Spaniel und Shih Tzu: häuslich, gesellig und mit moderater Energie. Brauchen aufmerksame tierärztliche Betreuung wegen Atmung und Herz.
- Bichon Frisé und Zwergpudel: fröhlich, familienbezogen und wenig haarend. Brauchen Fellpflege und echte geistige Auslastung.
- Ausgemusterter Rennhund (Greyhound): überrascht alle. Groß, ruhig, schläft den ganzen Tag und liebt das Sofa.
- Erwachsener mittelgroßer Tierheimhund: Tierheime sind voll mit ruhigen, bereits stubenreinen Hunden, deren Wesen von den Menschen beschrieben wird, die mit ihnen leben.
- Zweimal überlegen bei: Huskys, Border Collies, Beagles und den meisten Terriern, sie brauchen weit mehr Platz, Bewegung oder Lärmtoleranz, als eine Wohnung bietet.
