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Angst vor der Dunkelheit bei Kindern: trösten und lösen

Veröffentlicht am 17. Juli 2026 · von Lucas dos Reis Arieme

Angst vor der Dunkelheit bei Kindern: trösten und lösenCapa do livro Dogavios: Wo Träume Leben

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Sie machen das Licht aus, geben den Gute-Nacht-Kuss, und drei Sekunden später kommt der Ruf. Da ist etwas im Kleiderschrank. Wer schon versucht hat zu erklären, dass es keine Monster gibt, und dabei rein gar nichts erreicht hat, weiß: Angst vor der Dunkelheit bei Kindern ist kein Logikproblem. Es ist ein Sicherheitsproblem, und so muss man es auch behandeln.

Warum diese Angst auftritt

Sie zeigt sich meist zwischen zwei und sechs Jahren und ist eher ein Entwicklungsschritt als eine Schwäche. In dieser Phase explodiert die Fantasie, aber die Fähigkeit, Reales von Ausgedachtem zu trennen, ist noch im Aufbau. In der Dunkelheit verliert das Gehirn die visuellen Anhaltspunkte, die bestätigen, dass das Zimmer unverändert ist, und die Fantasie füllt die Lücke. Deshalb bringt es nichts, darüber zu streiten, ob es das Monster gibt: Für Ihr Kind ist die Angst real, auch wenn das Monster es nicht ist.

Was heute Abend zu tun ist

  • Erst würdigen, dann lösen: Beginnen Sie mit „Ich weiß, dass du Angst hast, und ich bin ganz bei dir.“ Wer das Gefühl abstreitet, lässt das Kind damit allein.
  • Warmes, gedämpftes Licht verwenden: Ein bernstein- oder rötlich schimmerndes Nachtlicht stört den Schlaf viel weniger als weißes oder bläuliches Licht. Halten Sie es vom Gesicht fern.
  • Die Tür angelehnt lassen: Die Geräusche des Haushalts erinnern ständig daran, nicht allein zu sein.
  • Gemeinsam nachschauen: Gehen Sie durchs Zimmer, öffnen Sie den Schrank, schauen Sie unters Bett. Tun Sie das ruhig und sachlich, nie wie eine Jagd, damit die Vorstellung von Gefahr nicht bestärkt wird.
  • Ein Mut-Hilfsmittel überreichen: eine kleine Taschenlampe am Bett, ein Wächter-Kuscheltier, ein Wassersprüher mit einem Tropfen Lavendel, umgetauft in „Mutspray“. Gegenstände geben einem Kind das Gefühl von Kontrolle zurück.

Was über die Woche hinweg hilft

Über die akute Reaktion hinaus verringern einige Anpassungen, wie oft solche Episoden überhaupt vorkommen.

  • Auf die Inhalte des Tages achten: Gruselige Zeichentrickfilme, Spiele und Gespräche liefern Bilder, die nachts zurückkehren. Filtern Sie behutsam, besonders am Nachmittag.
  • Bei Tageslicht mit der Dunkelheit spielen: Taschenlampen-Verstecken, Schattenfiguren an der Wand, eine Höhle aus Decken. So wird Dunkelheit zu vertrautem Terrain.
  • Der Angst eine Geschichte geben lassen: Das Monster zu malen und ihm dann einen albernen Hut aufzusetzen, nimmt dem Bild seine Macht.
  • In festen Abständen nachschauen: Braucht es Gesellschaft, kommen Sie nach zwei Minuten zurück, dann nach fünf, dann nach zehn. Vorhersehbarkeit beruhigt besser, als die ganze Nacht daneben zu liegen.

Haben Sie Geduld mit dem Kalender. Diese Angst verschwindet meist von selbst, doch wächst sie eher, verhindert sie jede Nacht den Schlaf oder zeigt sie sich auch tagsüber, lohnt sich ein Gespräch mit dem Kinderarzt.

Auch Geschichten helfen, weil sie Figuren zeigen, die Angst haben und trotzdem weitermachen. In Dogavios: Wo Träume lebendig werden begegnet die Huskyhündin Pigúiça dem Unbekannten im Zaubergarten mit einem leisen, ansteckenden Mut, genau das, was ein Kind hören muss, bevor es die Augen schließt.

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Lucas dos Reis Arieme

Autor der Dogavios-Reihe

Über den Autor

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