Der Wechsel von der Kita in die formale Schule ist oft von Vorfreude und Nervosität zugleich begleitet, bei Kindern und Eltern gleichermaßen. Zu verstehen, was sich tatsächlich ändert, hilft, diese Phase mit weniger Stress und weniger Überraschungen am ersten Tag anzugehen.
Was sich wirklich ändert
In der formalen Schule, meist ab etwa 5 oder 6 Jahren, werden die Abläufe strukturierter: feste Zeitblöcke für jede Aktivität, weniger freies, spontanes Spiel und mehr Fokus auf angeleitete Aufgaben wie das Abschreiben von der Tafel oder das Befolgen von Gruppenanweisungen. Die Klassen werden tendenziell größer, was bedeutet, dass Kinder weniger individuelle Aufmerksamkeit erhalten als in der Kita.
Praktische Vorbereitung, Wochen im Voraus
- Schlafzeiten schrittweise anpassen an die neue Aufstehzeit, beginnend 1 bis 2 Wochen vorher
- Die neue Schule besuchen mit dem Kind vor dem ersten Tag, wenn möglich
- Selbstständigkeit üben: sich allein anziehen, die Brotdose öffnen, allein zur Toilette gehen
- Über den Tagesablauf sprechen in einfacher Sprache: «zuerst kommt der Morgenkreis, dann die Pause…»
Emotionale Vorbereitung
Bestätige die Gefühle deines Kindes: Es ist normal, eine Mischung aus Vorfreude und Angst vor dem Unbekannten zu spüren. Vermeide «da gibt es doch nichts, wovor man Angst haben müsste», versuche stattdessen «es ist normal, bei neuen Dingen nervös zu sein, und ich bin da, um dir zu helfen». Ein kurzes, gleichbleibendes Abschiedsritual an der Schultür reduziert ebenfalls die Trennungsangst.
Die Rolle des Vorlesens in dieser Phase
Geschichten über Veränderung und Neuanfänge helfen Kindern, den Übergang sanft und indirekt zu verarbeiten. Pigúiças Abenteuer im Zaubergarten handeln zum Beispiel davon, den Mut zu finden, neue Orte zu erkunden und Freunde zu finden, ein schöner Ausgangspunkt für Gespräche über den ersten Schultag.
Anzeichen, dass die Eingewöhnung schwerfällt
Anhaltendes Weinen über mehrere Wochen hinweg, extreme Weigerung, zur Schule zu gehen, oder ein Rückschritt bei bereits erlernten Fähigkeiten (etwa erneutes Einnässen) sollten mit der Lehrkraft und, wenn nötig, dem Kinderarzt besprochen werden. In den meisten Fällen ist die Eingewöhnung jedoch innerhalb des ersten Monats abgeschlossen.




