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Wunschzettel schreiben: der Brief an den Weihnachtsmann mit Kind (Vorlage und 6 Ideen)

Veröffentlicht am 1. September 2026 · von Lucas dos Reis Arieme

Wunschzettel schreiben: der Brief an den Weihnachtsmann mit Kind (Vorlage und 6 Ideen)Capa do livro Dogavios: Wo Träume Leben

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Für viele Kinder ist der Wunschzettel an den Weihnachtsmann (oder an das Christkind, je nach Familie und Region) das erste Mal, dass Schreiben einen echten Grund hat: Jemand Wichtiges wird es lesen. Deshalb verdient er es, wie ein Ereignis behandelt zu werden und nicht wie eine in Eile diktierte Einkaufsliste. Mit der richtigen Struktur wird er zur Übung in Schreiben, Dankbarkeit und Fantasie, alles auf einmal.

Wann schreiben

November ist der ideale Monat: früh genug für die Post und damit die Eltern die Liste „verhandeln“ können, spät genug, dass die Vorfreude schon in der Luft liegt. Die Deutsche Post betreibt Weihnachtspostfilialen, die jeden Brief beantworten: an den Weihnachtsmann in 16798 Himmelpfort, an das Christkind in 51777 Engelskirchen, außerdem Himmelstadt, Himmelpforten und Himmelsthür. In Österreich antwortet das Postamt Christkindl bei Steyr. Wer bis Mitte Dezember schreibt und den Absender nicht vergisst, bekommt Post zurück.

Die Struktur, die funktioniert (in jedem Alter)

  • Anrede: „Lieber Weihnachtsmann“ oder „Liebes Christkind“.
  • Vorstellung: Name, Alter, Wohnort. Für die Kleinen ist das schon der halbe Brief.
  • Etwas Schönes aus dem Jahr: „dieses Jahr habe ich Fahrradfahren gelernt“. Das lehrt, mit Stolz zurückzublicken.
  • Ein Dankeschön: für das Geschenk vom letzten Jahr oder für etwas im Leben. Das ist der Teil, der den Brief am meisten verändert.
  • Der Wunsch: ein oder zwei Wünsche, mit Begründung. „Ich wünsche mir ein Dinosaurierbuch, weil ich alle Namen wissen will.“
  • Ein Wunsch für jemand anderen: Geschwister, Oma, den Hund. Eine Zeile, die Empathie lehrt, ganz ohne Predigt.
  • Gruß und Unterschrift: mit dem Namen, den das Kind selbst schreibt, so krakelig er auch ist.

Vorlage nach Alter

3 bis 5 Jahre: Das Kind diktiert, Sie schreiben, es malt. Die Zeichnung ist der Haupttext, und der Wunsch passt in einen Satz. 6 bis 7 Jahre: Es schreibt die Wörter, die es kann, Sie ergänzen mit einem Stift in anderer Farbe. Lassen Sie die Fehler stehen: Sie sind das Schönste daran. Ab 8 Jahren: Es schreibt allein, Sie lesen am Ende nur einmal laut gegen.

6 Ideen, damit es Tradition wird

  • Besonderes Papier: ein schönes Blatt, das nur dafür aufbewahrt wird, mit Stempel oder Glitzer.
  • Ein von Hand verzierter Umschlag, mit „Himmelpfort“ oder „Nordpol“ ganz groß darauf.
  • Ein Foto vom Brief vor dem Abschicken: Die Sammlung der Wunschzettel über die Jahre ist eines der bewegendsten Alben, die es gibt.
  • Vorlesen am Abendbrottisch, mit Applaus.
  • Plätzchen für die Reise: Das Kind „schickt“ Plätzchen mit (die auf geheimnisvolle Weise verschwinden).
  • Die Antwort aufbewahren: Kommt Antwort, wandert sie in die Schatzkiste des Kindes.

Wenn der Wunsch unmöglich ist

Ein Pferd, ein kleiner Bruder, ein Schwimmbad. Nicht sofort korrigieren, sondern nur einen Satz hinzufügen: „Der Weihnachtsmann wählt aus den Wünschen aus, also schreiben wir mehr als einen auf“. Das Kind lernt, dass Wünschen etwas anderes ist als Bekommen, ohne dass jemand Nein sagen muss.

Das Geschenk, das das ganze Jahr hält

Wenn auf der Liste Platz für ein Buch ist, ist es der Wunsch, der sich am meisten auszahlt: Eine Geschichte wird zu Dutzenden Abenden. Das Abenteuer der Husky-Hündin Pigúiça im Dogavios-Buch handelt davon, an die eigenen Träume zu glauben, ein Thema wie gemacht für die Zeit, und ihr Malbuch füllt die ganzen Ferien. ✉️

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Lucas dos Reis Arieme

Autor der Dogavios-Reihe

Über den Autor

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