Es ist fast unmöglich, nicht zu vergleichen: Die Nichte spricht mit 2 Jahren schon in ganzen Sätzen, während dein Kind noch ein paar lose Wörter plappert. Bevor du in Panik gerätst: Der «normale» Bereich der Sprachentwicklung ist breit. Dennoch gibt es Meilensteine, die helfen, natürliche Unterschiede von etwas zu unterscheiden, das eine genauere Betrachtung verdient.
Was nach Alter zu erwarten ist
- 12 Monate: ein paar einfache Wörter wie «Mama» oder «mehr»
- 18 Monate: etwa 10-20 Wörter, zeigt auf das Gewünschte
- 24 Monate: verbindet zwei Wörter («will Wasser»), Wortschatz von 50+ Wörtern
- 3 Jahre: kurze Drei-Wort-Sätze, von Fremden meist verstanden
Echte Warnsignale
Im Unterschied zu einer einfachen Verzögerung verdienen manche Anzeichen eine frühere Abklärung:
- Bis 12 Monate gar kein Lallen
- Zeigt mit 18 Monaten nicht auf Dinge und reagiert nicht auf den eigenen Namen
- Verbindet mit 24 Monaten keine zwei Wörter
- Verliert zuvor vorhandene Fähigkeiten (Rückschritt)
- Schwierigkeiten, einfache Anweisungen zu verstehen, zusätzlich zum geringen Sprechen
Faktoren, die kein Grund zur Sorge sind
Zweisprachige Kinder brauchen oft etwas länger, um zwei Sprachen zu sortieren, das ist zu erwarten und keine echte Verzögerung. Jungen sprechen im Durchschnitt etwas später als Mädchen. Und jedes Kind hat sein eigenes Tempo innerhalb des typischen Bereichs.
Wann zum Logopäden
Zeigen sich zwei oder mehr Warnsignale, oder sagt dir dein Bauchgefühl als Elternteil immer wieder, dass etwas nicht stimmt, kostet eine logopädische Abklärung nichts außer Zeit, und je früher sie erfolgt, desto einfacher ist meist die Unterstützung. Auch der Kinderarzt kann beraten und überweisen. In der Zwischenzeit sind häufiges Sprechen, das Benennen von Alltagsgegenständen und gemeinsames lautes Vorlesen, etwa die Abenteuer des Husky-Welpen Piguiça, einfache Gewohnheiten, die die Sprachentwicklung jedes Kindes fördern, mit oder ohne Verzögerung.




