Jedes Elternteil kennt das Versprechen: „Ich kümmere mich um ihn, versprochen.“ Und jedes Elternteil weiß, wie das meistens ausgeht. Das Kind hat nicht gelogen, Beständigkeit ist eine Fähigkeit, die sich noch entwickelt. Es ist Aufgabe des Erwachsenen, die Struktur zu schaffen, die aus einer Absicht eine Gewohnheit macht, mit passend dosierten Aufgaben und Erinnerungen, die nicht vom Gedächtnis eines Kindes abhängen.
Aufgaben nach Altersgruppe
- 2 bis 4 Jahre: mit Hilfe den Wassernapf füllen, Spielzeug des Hundes aufräumen, einen Ball werfen. Immer mit einem Erwachsenen an der Seite.
- 5 bis 7 Jahre: mit einer weichen Bürste bürsten, Futter mit einem markierten Messbecher abmessen, gemeinsam mit einem Erwachsenen die Leine halten, nach dem Spaziergang die Pfoten abtrocknen.
- 8 bis 11 Jahre: eine kurze begleitete Gassirunde, Näpfe spülen, Tricks mit positiver Verstärkung beibringen, Entwurmungstermine im Kalender notieren.
- Ab 12 Jahren: allein in einer sicheren Umgebung Gassi gehen, unter Aufsicht baden, beim Tierarzttermin dabei sein und die Anweisungen notieren.
- Niemals Aufgabe des Kindes: Medikamentengabe, gesundheitliche Entscheidungen, einen aufgeregten Hund auf der Straße festhalten und die letztendliche Verantwortung für irgendetwas. Das liegt immer beim Erwachsenen.
Damit die Gewohnheit sich festigt
- Eine sichtbare Tafel in der Küche: Aufgaben gezeichnet, mit Kästchen zum Abhaken. Was man sieht, behält man im Kopf.
- Die Aufgabe an eine bestehende Gewohnheit koppeln: „Thors Wasser, nachdem du dir die Zähne geputzt hast“ funktioniert weit besser als „denk an das Wasser“.
- Eine Aufgabe nach der anderen: Eine festigen, bevor eine weitere dazukommt. Eine lange Liste endet meist damit, dass nichts erledigt wird.
- Den Prozess loben: „Mir ist aufgefallen, dass du das Wasser gefüllt hast, ohne dass ich es sagen musste“ ist mehr wert als jede materielle Belohnung.
- Pflege niemals als Strafe einsetzen: „Räum das Häufchen weg, weil du frech warst“ macht den Hund zur Bestrafung.
