Das Alphabetlied zu singen macht Spaß, bringt aber allein nicht das Lesen bei. Was ein Kind wirklich aufs Lesen vorbereitet, ist zu bemerken, dass Wörter aus Lauten bestehen und dass jeder Laut eine Form hat, die ihn darstellt. Dieser Groschen fällt bei jedem Kind zu einem anderen Zeitpunkt, und zu früher Druck erzeugt meist eher Widerstand als Ergebnisse.
Beginnt mit Lauten, nicht mit Buchstabennamen
- Spielt „fängt an mit“: Im Auto oder an der Kasse: „Was fängt noch mit dem Laut fff an?“ Den Laut statt des Namens zu sagen, vermeidet später beim Zusammenlauten eine typische Verwirrung.
- Klatscht die Silben: Ba-na-ne, drei Klatscher. Zu hören, wie ein Wort in Stücke zerfällt, ist ein großer, rein mündlicher Schritt.
- Sucht Reime: „Haus reimt sich auf Maus.“ Reime schärfen das Ohr für Endlaute, die später zu geschriebenen Endungen werden.
- Fangt mit dem eigenen Namen an: Der erste Buchstabe des eigenen Namens ist immer der motivierendste. Dann Mama, Papa, der Hund.
Buchstaben zum Anfassen und Bewegen
- Mehl- oder Sandtablett: Streu eine dünne Schicht auf ein Backblech und zeichne mit dem Finger Buchstaben. Die Bewegung verankert die Form besser als ein Stift, und Wegwischen geht mit einem Schütteln.
- Buchstaben aus Knete: Schlangen rollen und Buchstaben formen trainiert Hände und visuelles Gedächtnis zugleich.
- Kühlschrankmagnete: Halte Buchstaben griffbereit und bau kleine Wörter, während ihr kocht. Tauscht einen Buchstaben aus und zeigt, wie sich das Wort ändert: aus KATZE wird MATZE.
- Buchstabensuche im Haus: Wählt einen Buchstaben des Tages und sucht ihn auf Etiketten, Schildern und Buchcovern. Die Welt zu lesen zählt auch als Lesen.
