Beim Buchstabenüben zu Hause gibt es einen klassischen Fehler: alles in eine Lektion zu verwandeln. Ein Kind riecht eine getarnte Schulstunde von weitem. Der Weg, der funktioniert, ist der umgekehrte: echtes Spiel, in dem zufällig Buchstaben stecken. Diese 9 machen genau das.
Mit dem Körper
- Buchstabenjagd: "finde 5 Dinge im Haus, die mit B anfangen". Rennen und Laut im selben Spiel.
- Buchstaben aus Knete: das A zu formen heißt, das A mit den Händen zu lernen.
- Alphabet-Hüpfkasten: von Feld zu Feld springen und dabei den LAUT jedes Buchstabens singen, nicht den Namen.
Mit Papier und Stift
- Die Speisekarte: das Kind "notiert" beim Abendessen die Bestellungen der Familie. Schreiben mit echtem Zweck.
- Versteckte Zettel: kurze Nachrichten in der Brotdose und unter dem Kissen. Lesen wird zur schönen Überraschung.
- Der Name ist der Anfang: die Buchstaben des eigenen Namens sind die ersten, die ein Kind beherrschen will. Fangen Sie immer dort an.
Nur mit der Stimme
- Ich sehe was, was du nicht siehst: aber mit Lauten, nicht mit Farben. "Ich sehe etwas, das mit sss anfängt."
- Reimspiel: einer sagt ein Wort, der andere muss eines finden, das sich reimt. Reime lehren das Ohr, Laute zu zerlegen.
- Der erste Laut: sagen Sie ein Wort sehr langsam und lassen Sie das Kind raten, mit welchem Buchstaben es anfängt.
Wann man aufhört
Wenn das Kind keine Lust mehr hat, das ist alles. Ein Spiel, das eine Minute zu lang dauert, wird zur Aufgabe, und eine Aufgabe lehrt nichts. Lieber fünf schöne Minuten als zwanzig erzwungene.



