Das Lustige an alten Spielen: Sie haben Generationen überdauert, ganz ohne Batterien, Bildschirme oder Anleitung. Ein Stein, ein Stück Kreide, ein langes Gummiband, und ein ganzer Nachmittag ist gerettet. Das Problem ist nur, dass die meisten von uns die Namen kennen, aber die Regeln vergessen haben. Deshalb hier alles sauber erklärt, damit du heute noch loslegen kannst, ohne auf halbem Weg zu improvisieren.
Klassiker mit Kreide und Boden
- Himmel und Hölle (Hüpfspiel): Zeichne 10 nummerierte Felder auf den Boden (1, 2 und 3 einzeln, dann 4 und 5 nebeneinander, und so weiter), ganz oben der HIMMEL. Zwei bis sechs Spieler. Jeder wirft einen Stein auf Feld 1, hüpft darüber, ohne es zu berühren, erreicht den Himmel und sammelt den Stein auf dem Rückweg wieder ein. Wer auf eine Linie tritt oder mit beiden Füßen in einem Feld landet, setzt aus. In der nächsten Runde geht der Stein auf Feld 2, und so weiter.
- Gummitwist: Man braucht ein langes, zu einer Schlaufe verknotetes Gummiband und drei Kinder, zwei halten es um die Knöchel gespannt, eines springt. Die Höhe steigt von Knöchel über Wade und Knie bis zur Hüfte. Die Sprungfolge wird vorher abgesprochen (rein, raus, drauf, rein), und wer danebenspringt, tauscht mit einer der haltenden Personen.
- Murmeln: Grabe eine flache Kuhle in die Erde oder male mit Kreide einen Kreis. Zwei bis fünf Spieler schnipsen ihre Murmel mit dem Daumen und versuchen, das Ziel zu treffen oder eine gegnerische Murmel hinauszuschießen. Klärt vorher, ob um die Murmeln gespielt wird oder nicht, diese eine Regel verhindert die meisten Tränen.
Lauf- und Versteckspiele
- Verstecken mit Base: Der Sucher zählt mit geschlossenen Augen an der Base bis 30, während sich alle verstecken. Wer es schafft, unentdeckt zurückzusprinten und die Base mit dem eigenen Namen zu berühren, ist gerettet. Mindestens drei Spieler, und klare Grenzen machen es deutlich besser.
- Fahnenklau: Zwei Mannschaften, je ein Tuch oder Schal pro Team. Ins gegnerische Gebiet schleichen, die Fahne schnappen und unberührt zurückkommen. Wer im gegnerischen Gebiet abgeschlagen wird, erstarrt, bis ihn ein Teamkollege befreit. Mindestens sechs Kinder und viel Platz nötig.
- Heiße Kartoffel: Alle sitzen im Kreis und geben einen Ball weiter, während ein Spieler mit dem Rücken zur Gruppe „heiße Kartoffel, heiße Kartoffel …“ ruft und plötzlich „verbrannt!“ schreit. Wer den Ball gerade hält, scheidet aus. Super für große Gruppen und um in kleinen Räumen Energie loszuwerden.
Für ruhigere Nachmittage
- Blindekuh: Ein Kind mit verbundenen Augen versucht, die anderen abzuschlagen, die nur sprechen dürfen, wenn sie gefragt werden. Vorher spitze Möbelkanten aus dem Weg räumen.
- Ring weitergeben: Ein Ring oder Knopf wird zwischen zwei Handflächen versteckt und die Reihe der sitzenden Spieler entlanggegeben. Ein Spieler muss erraten, bei wem er gelandet ist.
- Sackhüpfen: Zwei große Kissenbezüge, eine Startlinie, eine Ziellinie. Ganz einfach, und es endet immer mit Lachen.
Wer einem Kind ein altes Spiel beibringt, gibt ein Stück Familiengeschichte weiter, es lohnt sich zu erzählen, wer es einem selbst beigebracht hat. Und wenn der Regen den Gartenplan durchkreuzt, hat Pigúiça, die blauäugige Husky-Hündin von Dogavios, ein kostenloses Browserspiel, in dem man rennt, springt und Sterne sammelt: Es öffnet sich einfach und läuft, nichts zu installieren und keine Werbung, die dazwischenfunkt.



