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Die 13 isländischen Weihnachtsmänner für Kinder

Veröffentlicht am 6. November 2026 · von Lucas dos Reis Arieme

Die 13 isländischen Weihnachtsmänner für Kinder
Dogavios: Wo Träume Leben

Das nächste Abenteuer kann gemeinsame Zeit werden.

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Die 13 isländischen Weihnachtsmänner heißen Jólasveinar (sprich «jouh-la-swei-nar») und kommen jede Nacht einer, vom 12. bis zum 24. Dezember. Jeder hat einen lustigen Namen, einen frechen Streich und eine ganz eigene Marotte. Hier sind alle, kindgerecht erklärt.

So funktioniert die Tradition

In Island stellen die Kinder vor dem Schlafengehen einen Schuh ans Fenster. Waren sie lieb, liegt am Morgen eine kleine Süßigkeit, ein Stück Obst oder ein winziges Geschenk darin. In den alten Geschichten findet ein ganz frecher Junge oder ein freches Mädchen stattdessen eine Kartoffel.

Die dreizehn Brüder sind die Söhne von Grýla und Leppalúði und kommen einer nach dem anderen von den Bergen herunter. Nach Weihnachten gehen sie in derselben Reihenfolge wieder, einer pro Tag, vom 25. Dezember bis zum 6. Januar. Deshalb dauert das Fest 13 Tage.

Die 13 Jólasveinar, Nacht für Nacht

  • 12. Dezember, Stekkjarstaur („Schafspfahl“): Seine Beine sind steif wie Stangen, und er versucht, die Schafe zu melken, doch sie rennen davon.
  • 13. Dezember, Giljagaur („Schluchtendummkopf“): versteckt sich in Schluchten und wartet darauf, den Milchschaum abzulecken.
  • 14. Dezember, Stúfur („Stummelchen“): der Kleinste der Truppe. Er kratzt für sein Leben gern die Krusten aus den Pfannen.
  • 15. Dezember, Þvörusleikir („Löffelschlecker“): ist dünn wie ein Strich und lauert auf Holzlöffel zum Ablecken.
  • 16. Dezember, Pottaskefill („Topfkratzer“): klopft an die Tür und bittet um schmutzige Töpfe zum Auskratzen.
  • 17. Dezember, Askasleikir („Schüsselschlecker“): versteckt sich unter dem Bett und wartet auf eine vergessene Schüssel.
  • 18. Dezember, Hurðaskellir („Türknaller“): knallt für sein Leben gern Türen zu, und niemand kann einschlafen, ohne zu lächeln.
  • 19. Dezember, Skyrgámur („Skyr-Vielfraß“): verrückt nach Skyr, dem cremigen Joghurt Islands, und isst, bis der Becher blitzblank ist.
  • 20. Dezember, Bjúgnakrækir („Würstchendieb“): klettert auf die Küchenbalken, um Räucherwürstchen zu stibitzen.
  • 21. Dezember, Gluggagægir („Fensterspäher“): späht durch die Fenster. Genau deshalb steht der Schuh dort.
  • 22. Dezember, Gáttaþefur („Türschnüffler“): hat eine riesige Nase und folgt dem Duft von frischem Weihnachtsbrot.
  • 23. Dezember, Ketkrókur („Fleischhaken“): angelt mit einem langen Haken ein Stück Fleisch durch den Schornstein.
  • 24. Dezember, Kertasníkir („Kerzendieb“): der Letzte, der kommt. Er folgt den Kindern auf der Suche nach Kerzen, die früher ein ganz besonderes Geschenk waren.

Grýla und die Weihnachtskatze, ohne Gruseln

Grýla ist die Mutter der Dreizehn, eine mürrische Riesin aus alten Geschichten, die in einer Höhle wohnt und Suppe kocht. Heute erzählt man von ihr mit Humor, fast wie von einer herrischen Berggroßmutter.

Die Weihnachtskatze, Jólakötturinn, ist eine riesige Katze, die laut Volksglauben bei denen auftaucht, die vor Weihnachten kein neues Kleidungsstück bekommen haben. Deshalb schenken isländische Familien oft etwas zum Anziehen. Erzähle es leicht: Sie ist eine flauschige Katze, die nur möchte, dass es allen schön warm ist.

5 leichte Spiele und Witze für die Familie

  • Schuh am Fenster: Stellt einen Schuh bereit, mit einem Willkommenszettel für den Jólasveinn der Nacht, und schreibt gemeinsam seinen Namen auf.
  • Rätsel: „Wer leckt dauernd Holzlöffel ab?“ Lösung: Þvörusleikir. Jedes Kind denkt sich ein Rätsel für ein Geschwisterkind aus.
  • Dreizehn-Pantomime: Ein Kind spielt einen der Brüder vor, zum Beispiel schnüffelt es mit großer Nase in die Luft, und die anderen raten. Beim Türknaller bitte nur zum Schein und leise.
  • Stúfur-Witz: Warum verliert Stummelchen nie beim Verstecken? Weil er in jede Ritze passt!
  • Malzeit: Jeder sucht sich seinen Lieblings-Jólasveinn aus und malt ihn. Zur Hilfe gibt es kostenlose Ausmalbilder zum Ausdrucken.

Baut euren eigenen Countdown

Hängt einen einfachen Kalender an den Kühlschrank, mit den dreizehn Namen, einen pro Tag. Jeden Morgen streicht das Kind die vergangene Nacht durch, liest den Namen des heutigen Jólasveinn und erzählt, was er macht. So üben Kinder Lesen, Gedächtnis und Geduld bis Weihnachten, ohne Hektik.

Tipps zum Erzählen für die Kleinen

Mit Kindern von 3 bis 5 Jahren erzähle jeden Abend nur einen Jólasveinn, nur Name und Marotte. Sprich den isländischen Namen langsam vor, wie ein Klangspiel. Mit den Größeren sucht Island auf der Landkarte und vergleicht es mit euren Familientraditionen.

Hat ein Kind Angst vor Grýla oder der Katze, dreh die Geschichte um: Es sind Sagenfiguren, wie der Wolf im Märchen. Für etwas anderes wartet Pigúiça im kostenlosen Browserspiel, ohne Anmeldung und ohne Werbung.

Möchtest du eine Gutenachtgeschichte zum Abschluss? Das Buch Dogavios von Lucas dos Reis Arieme ist hier für die Schlafenszeit.

Häufige Fragen

Warum gibt es in Island 13 Weihnachtsmänner?

Weil die Überlieferung von dreizehn Brüdern erzählt, einer für jede Nacht vom 12. bis zum 24. Dezember. Jeder hat seinen eigenen Namen und seinen eigenen Streich.

Was lassen die Kinder am Fenster?

Einen Schuh. Am nächsten Morgen findet sich darin, wenn sie lieb waren, eine Kleinigkeit. Viele Familien legen auch einen Zettel oder ein Bild dazu.

Welcher Jólasveinn ist der lustigste?

Das hängt vom Kind ab! Vielen gefallen Hurðaskellir, der Türknaller, und Skyrgámur, der Joghurt-Vielfraß. Lass dein Kind seinen Liebling wählen.

🐾

Lucas dos Reis Arieme

Autor der Dogavios-Reihe

Über den Autor →
Dogavios: Wo Träume Leben

Das nächste Abenteuer kann gemeinsame Zeit werden.

Ihr kennt Pigúiça schon von hier. Entdeckt jetzt die Geschichte hinter ihrer Welt: Schaut euch die Bilder an, lest den Anfang und wählt ein Buch zum gemeinsamen Lesen, Seite für Seite.

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